Veröffentlicht am
09.10.2026

Spitex oder 24-Stunden-Betreuung: Welche Lösung passt zu Ihrer Situation?

Ihre Mutter braucht morgens Hilfe beim Anziehen. Ihr Vater benötigt zunehmend auch nachts Unterstützung. Sie helfen, wo Sie können – und fragen sich: Reichen einzelne Spitex-Einsätze noch aus, oder braucht es eine umfassendere Betreuung? Das hängt davon ab, wann und wobei Hilfe benötigt wird und wie Ihr Angehöriger zwischen den Einsätzen zurechtkommt. Dieser Artikel zeigt, wie sich geplante Pflege- und Betreuungseinsätze kombinieren lassen, wann eine Betreuung rund um die Uhr sinnvoll sein kann und welche Zwischenlösungen Ihre Familie entlasten können.

Oft beginnt die Unterstützung mit kleinen Handgriffen: beim Anziehen helfen, eine Mahlzeit vorbereiten oder abends beim Zubettgehen begleiten. Mit der Zeit können weitere Aufgaben hinzukommen. Für Angehörige wird es dann zunehmend schwierig, alles neben Beruf und Familie aufzufangen.

Es lohnt sich, den Tagesablauf genauer anzuschauen: Was gelingt noch selbstständig? Wann fehlt Unterstützung? So lässt sich besser einschätzen, ob einzelne Spitex-Einsätze ausreichen oder längere Betreuungszeiten nötig sind.

Was die Spitex zu Hause leisten kann

Die Spitex kommt zu vereinbarten Zeiten nach Hause. Je nach Bedarf sind einzelne oder mehrere Einsätze täglich möglich, beispielsweise morgens zur Unterstützung bei der Körperpflege und abends beim Zubettgehen.

Bei Fit for Care gehören neben der Pflege auch Betreuung und Unterstützung im Haushalt zum Angebot. Hinzu kommen spezialisierte Leistungen wie Wundpflege, Demenzpflege und Palliativpflege. Welche Leistungen und Einsatzzeiten sinnvoll sind, wird individuell besprochen.

Ein Beispiel: Frau M. kann selbstständig essen, telefonieren und sich sicher in ihrer Wohnung bewegen. Hilfe braucht sie beim Duschen und bei der Medikamenteneinnahme. In dieser Situation können gezielte Spitex-Einsätze den Alltag erleichtern.

Dabei kommt es darauf an, wie gut Ihr Angehöriger zwischen den Besuchen zurechtkommt und welche Aufgaben Sie als Familie übernehmen können und möchten.

Was bedeutet 24-Stunden-Betreuung bei Fit for Care?

Wenn einzelne Besuche nicht ausreichen, braucht es eine umfassendere Planung. Dabei wird gemeinsam geklärt, welche Pflege und Betreuung tagsüber und nachts erforderlich ist und wie die benötigten Zeiten abgedeckt werden können.

Fit for Care bietet kein Live-in-Modell an. Es zieht also keine Betreuungsperson dauerhaft in den Haushalt ein. Die Unterstützung erfolgt durch Mitarbeitende zu den vereinbarten Einsatzzeiten.

Für die Planung ist wichtig, zwischen verschiedenen Bedürfnissen zu unterscheiden: Braucht jemand mehrere Stunden Gesellschaft und Begleitung? Ist regelmässig pflegerische Unterstützung notwendig? Oder wird nachts Hilfe benötigt?

Die Bezeichnung «24-Stunden-Betreuung» allein sagt noch nicht, welche Leistungen und Anwesenheitszeiten ein Angebot umfasst. Lassen Sie sich deshalb erklären, wie die Betreuung in Ihrer konkreten Situation organisiert werden kann.

Mehr zu den Möglichkeiten erfahren Sie auf unserer Seite zur 24-Stunden-Betreuung.

Woran Sie erkennen, welche Unterstützung passt

Betrachten Sie einen typischen Tag und eine typische Nacht. Wann braucht Ihr Angehöriger Hilfe? Welche Aufgaben funktionieren selbstständig, und wann müssen Sie einspringen?

Die folgenden Fragen helfen Ihnen, den Bedarf zu beschreiben.

Kann Ihr Angehöriger zwischen den Einsätzen allein bleiben?

Kann die Person selbstständig aufstehen, zur Toilette gehen und bei Bedarf Hilfe rufen? Kommt sie mit Mahlzeiten und alltäglichen Handgriffen zurecht?

Wenn dies zuverlässig funktioniert, können geplante Besuche ausreichen. Entstehen zwischen den Einsätzen regelmässig Schwierigkeiten, sollte die bisherige Unterstützung überprüft werden.

Zu welchen Zeiten wird Hilfe benötigt?

Manchmal konzentriert sich der Unterstützungsbedarf auf den Morgen und den Abend. In anderen Situationen fehlt eine längere Begleitung am Nachmittag oder in der Nacht.

Notieren Sie einige Tage lang, wann und weshalb Hilfe nötig war. So wird im Beratungsgespräch leichter erkennbar, welche Zeiten bisher nicht ausreichend abgedeckt sind.

Besteht auch nachts Unterstützungsbedarf?

Wenn Ihr Angehöriger nachts regelmässig Hilfe benötigt, sollte dies ausdrücklich in die Planung einfliessen.

Dabei kommt es auf die konkreten Aufgaben an: Geht es um Unterstützung beim Toilettengang, um Orientierung oder um pflegerische Leistungen? Ebenso wichtig ist, wie häufig die Hilfe gebraucht wird.

Mehr über die unterschiedlichen Möglichkeiten lesen Sie in unserem Beitrag «Nachtwache, Schlafwache, Nachtbetreuung: Was sind die Unterschiede?».

Welche Rolle spielt eine Demenzerkrankung?

Bei Menschen mit Demenz können neben der körperlichen Unterstützung auch Orientierung, vertraute Abläufe und persönliche Begleitung wichtig sein.

Beschreiben Sie möglichst konkret, welche Situationen im Alltag schwierig geworden sind. So lässt sich gemeinsam besprechen, welche Betreuung Ihren Angehörigen unterstützt und Sie als Familie entlastet.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Demenzpflege.

Wie viel können Sie als Angehörige übernehmen?

Eine Betreuungslösung muss auch für Sie langfristig tragbar sein. Wenn Sie kaum noch durchschlafen, Ihre Arbeit häufig unterbrechen oder eigene Termine regelmässig absagen, sollte dies im Gespräch Platz haben.

Überlegen Sie, welche Aufgaben Sie weiterhin übernehmen möchten und für welche Zeiten Sie verlässliche Entlastung brauchen.

Dazu passt unser Beitrag «So erkennen Sie Überlastung als pflegender Angehöriger».

Nicht immer braucht es Betreuung rund um die Uhr

Zwischen einzelnen Spitex-Besuchen und einer umfassenden Betreuung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Oft hilft bereits eine gezielte Ergänzung zu bestimmten Tageszeiten.

Spitex mit längeren Betreuungseinsätzen

Zusätzlich zur Pflege kann eine mehrstündige Begleitung den Alltag erleichtern. Dazu können beispielsweise gemeinsames Kochen, Gesellschaft oder Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben gehören.

Für Angehörige entstehen dadurch planbare Zeitfenster für die Arbeit, eigene Termine oder Erholung.

Unterstützung am Tag und in der Nacht

Wenn tagsüber andere Personen helfen können, nachts jedoch eine Betreuungslücke besteht, kann eine ergänzende Nachtbetreuung sinnvoll sein.

Welche Form infrage kommt, wird anhand des tatsächlichen Unterstützungsbedarfs und der organisatorischen Möglichkeiten besprochen.

Unterstützung nach einem Spitalaufenthalt

Nach einem Spitalaustritt kann vorübergehend mehr Hilfe nötig sein als zuvor. Nehmen Sie möglichst früh Kontakt auf, damit Pflegebedarf, Einsatzzeiten und ein möglicher Beginn geklärt werden können.

Ob und ab wann Einsätze möglich sind, hängt vom benötigten Leistungsumfang und den verfügbaren Kapazitäten ab.

Geplante Betreuung und medizinische Notfallhilfe unterscheiden

Die Pflege und Betreuung durch Fit for Care werden im Voraus vereinbart und organisiert. Das Angebot ist kein ärztlicher Sofortdienst und keine medizinische Notfallversorgung.

Auch eine vereinbarte Erreichbarkeit bedeutet nicht automatisch, dass jederzeit jemand innerhalb einer Stunde vor Ort sein kann. Besprechen Sie deshalb vor Beginn, welche Zeiten abgedeckt sind, wie Sie das Team erreichen und was bei einem zusätzlichen Unterstützungsbedarf möglich ist.

Worauf Sie bei der Auswahl eines Anbieters achten sollten

Ein passendes Angebot beschreibt verständlich, welche Unterstützung Sie erhalten und wie sie organisiert wird. Klären Sie insbesondere:

  • Leistungen: Welche Aufgaben gehören zur Pflege, welche zur Betreuung und welche zur Haushaltshilfe?
  • Einsatzzeiten: Wann sind Mitarbeitende vor Ort und welche Zeiten bleiben offen?
  • Qualifikation: Wer übernimmt die jeweiligen Aufgaben?
  • Vertretung: Wie werden Ausfälle und personelle Wechsel organisiert?
  • Kontakt: Wer ist Ihre Ansprechperson bei Fragen oder Anpassungsbedarf?
  • Kosten: Welche Leistungen sind in der Offerte enthalten und welche werden zusätzlich verrechnet?

Beschreiben Sie dabei auch Ihre Erwartungen. So lässt sich frühzeitig feststellen, ob das Angebot zu Ihrer Familie passt.

Pflege und Betreuung in den Kantonen Zürich, Aargau und Basel-Landschaft

Fit for Care unterstützt Menschen zu Hause und entlastet ihre Angehörigen in den Kantonen Zürich, Aargau und Basel-Landschaft.

Je nach Situation können gezielte Spitex-Einsätze, längere Betreuungseinsätze oder Unterstützung in der Nacht infrage kommen. Gemeinsam besprechen wir, welche Aufgaben übernommen werden sollen und welche Einsatzzeiten dafür erforderlich sind.

Die Planung richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf und den verfügbaren Kapazitäten. Auch wenn sich Ihre Situation verändert, können die vereinbarten Leistungen gemeinsam überprüft werden.

Was kostet die Unterstützung zu Hause?

Die Kosten hängen davon ab, welche Leistungen benötigt werden, wie lange die Einsätze dauern und zu welchen Zeiten sie stattfinden.

Lassen Sie Pflege, Betreuung und Haushaltshilfe in der Offerte getrennt ausweisen. Klären Sie ausserdem, welche Leistungen über Ihre Versicherung abgerechnet werden können und welche Kosten Sie selbst tragen.

Vergleichen Sie Angebote immer anhand desselben Unterstützungsbedarfs. Einzelne Pflegebesuche und eine mehrstündige Betreuung decken unterschiedliche Aufgaben und Zeiträume ab.

Häufige Fragen zu Spitex und 24-Stunden-Betreuung

Zieht bei Fit for Care eine Betreuungsperson bei uns ein?

Nein. Fit for Care bietet kein Live-in-Modell an. Die Mitarbeitenden kommen zu den vereinbarten Einsätzen zu Ihnen nach Hause.

Lassen sich Pflege und Betreuung kombinieren?

Ja. Je nach Bedarf können pflegerische Leistungen mit Betreuung und Unterstützung im Haushalt kombiniert werden. Die Aufgaben und Einsatzzeiten werden im Voraus abgestimmt.

Ist bei einer 24-Stunden-Betreuung durchgehend jemand anwesend?

Welche Anwesenheitszeiten abgedeckt werden, muss im konkreten Angebot klar vereinbart sein. Fragen Sie deshalb nach dem vorgesehenen Einsatzplan und danach, wie die Unterstützung tagsüber und nachts organisiert wird.

Wie schnell kann die Unterstützung beginnen?

Das hängt vom Pflege- und Betreuungsbedarf, den gewünschten Einsatzzeiten und den verfügbaren Kapazitäten ab. Teilen Sie uns möglichst früh mit, ab wann Sie Unterstützung benötigen. Ein sofortiger Einsatz oder eine Ankunft innerhalb einer Stunde kann nicht vorausgesetzt werden.

Können die Einsätze später angepasst werden?

Wenn sich der Bedarf verändert, sollte auch die Einsatzplanung überprüft werden. Besprechen Sie mit Ihrer Ansprechperson, welche Anpassungen erforderlich und möglich sind.

Gemeinsam die passende Lösung finden

Sie müssen vor dem ersten Gespräch noch nicht wissen, welches Betreuungsmodell zu Ihrer Familie passt.

Erzählen Sie uns, was im Alltag schwierig geworden ist, wann Hilfe benötigt wird und wo Sie sich Entlastung wünschen. Gemeinsam klären wir, welche Unterstützung Fit for Care in Ihrer Situation anbieten kann.

Nehmen Sie für ein unverbindliches Beratungsgespräch Kontakt mit uns auf.

Auf Social Media teilen

Weitere Artikel zum Thema